Kompost

 

Warum ist Kompost wichtig? Was bringt das?

 

Beobachtet man einen Baum, wirft dieser im Herbst alle Blätter ab. Warum? Vielleicht weil es kalt ist!? Vielleicht, aber was dieser Baum eigentlich macht, ist seine Nährstoffe die er in die Blätter investiert hat wieder in die Erde zu befördern, damit sie da, nachdem die Blätter verottet sind, wieder vom Baum aufgenommen werden können. 

 

Pflanzen entnehmen dem Boden Nährstoffe. Erntet man und will auf dem selben Grund wieder anpflanzen, braucht der Boden wieder Nährstoffe. Deswegen ist es wichtig das wir dem Boden immer wieder Nährstoffe hinzufügen, indem wir Kompost unter die Erde mischen. 

 

Beim Kompost ist es wichtig das man Bakterien zu einem Material hinzufügt was diesem hilft sich zu zersetzen. Meistens wird dafür Kuhscheiße benutzt. Zum Beispiel wird Stroh mit Kuhscheiße und Wasser gemischt.

Wenn man nicht bei dem Nachbarbauern Kuhmist holen kann, gibt es auch Möglichkeiten Kuhdung im Internet zu bestellen (haben wir aber noch nicht ausprobiert)

 

Es gibt viele Wege Kompost herzustellen. Hier haben wir die gesammelt die wir kennengelernt haben:

Tontöpfe, Kompostieren mit Lebensmittelresten 

 

Diese Art zu Kompostieren kann man gut zu Hause nutzen, wenn man "nur" ein Balkon oder Terasse hat. 

 

Hierbei sind meherer Tontöpfe (3-4) aufeinander gestapelt. Alle Tontöpfe haben kline Löcher im Rand. Ganz oben befindet sich ein Deckel.

Alle Tontöpfe, bis auf den Untersten, haben anstatt eines Tonboden ein Netz. 

 

 

 

 

Im untersten Topf (C) füllt man einwenig trockens Material wie Blätter, um die Flüssigkeit die beim Kompostieren ensteht, aufzufangen. In die anderen Töpfe (A+B) gibt man etwas Zeitung auf die Netze, damit nicht direkt die Essensreste durchfallen und auch die Flüssigkeit aufgesaugt wird. 

 

Man befüllt erst den obersten Topf (A) mit seinen Lebensmiittelresten und mischt diese mit trockenen Material wie alte Blätter oder Sägespäne. Es ist wichtig das eine gute Balance zwischen nass und ttrocken im Tontopf herrscht. Die Löcher am Rand sorgen dafür das Luft hinein kommt und so die Lebensmittel langsam verrotten. Außerdem, je kleiner man die Lebensmittel zerkleinert beovor man sie in den Topf füllt, desto schneller verrotten diese. 

 

Wenn der oberste Topf (A) voll ist, tauscht man diesen mit dem darunter liegenden Topf (B). Ist dieser (B) wiederum voll (was einige Zeit dauern sollte, es sei denn man hat ein Fest gefeiert) müssten die Essenreste von Topf A soweit verrottet sein, das man diese in den untersten Topf (C) füllen kann. Somit ist Topf A wieder leer und kann diesen mit Topf B tauschen. Man tauscht praktisch immer Topf A und B. Ist Topf C voll müssten die Lebensmittel soweit verottet sein, das man diese nun mit Erde zum anpflanzen nutzen kann. 

 

WICHTIG: Der Tontopfturm sollte vor Regen geschützt sein und man sollte es vermeiden gekochte Lebensmittel für diese Technik zu verwenden, denn dies könnten Tiere wie Ameisen und Ratten anziehen. Außerdem stinkt gekochtes Essen mehr. 

Kompostieren mit trockenen Blätter

 

Leider haben wir kein besseres Bild mehr, aber ich denke, man kann es erkennen. Um diese Art von Kompost zu machen, brauchst du ein Gestell aus Hasendraht oder einem anderen Material (wie das grüne Gestell im Bild) was viele Löcher hat aber wo keine Blätter durchfallen können. Hier wurde zum Beispiel ein Hasendraht in Kreisform zwischen drei Bambusstöcken gespannt und befestigt..

 

 

 

Dann haben wir trockene Blätter gesammelt und sie so gut es geht zerkleinert. Die Blätter mischt man dann 3:1 mit Kuhdung. Also 3 Wäschekörpe (oder anderes Behältniss) zerkleinerte Blätter und ein Wäschekorp Kuhdung. Nachdem man alles vermischt hat, wird Wasser hinzugefügt so das es eine feuchte Masse wird. Diese Masse füllt man dann in den Kreis aus Hasendraht. Wir haben so oft die Blätter-Kuhdung-Masse hergestellt bis der Hasendraht bis oben gefüllt war.

 

Nun muss man es nur noch regelmäßig gießen, bis es sich auf die Hälte zersetzt hat und dann kann man es verwenden um den Boden vorzubereiten.

Wurm-Kompost

 

Eine andere Art guten Kompost zu bekommen ist der Wurm-Kompost. Hierzu braucht man Würmer. Man kann irgendwelche Würmer nehmen, aber es gibt Arten von Würmern die mehr Essen und deswegen der Kompost-prozess schneller voran geht.

gewaschene und getrockente Kuhscheiße

 

Hierbei nimmt man Kuhdunk und wäscht ihn immer wieder mit Wasser aus, denn die Würmer mögen keine Kuhpipi/die Flüssigkeit die in der Kuscheiße ist und deswegen muss diese rausgespült werden. Dann fügst du die Würmer in die trockene, gewaschene Kuhscheiße und wartest ca. eine Woche (ist abhängig wie viele Würmer du in wie viel Kuhdung machst). Die Würmer lieben die Kuhscheiße und essen die. Dann scheiden sie die verdaute Kuhscheiße aus und es entsteht ganz viel Wurmscheiße. Im Enddefeckt muss es wie im letzten Bild aussehen. Dann kannst du den sehr guten Wurmdung benutzen um den Boden vorzubereiten.

 

 

Wurmscheiße

 

Aber warum überhaupt den ganzen Prozess, wenn man doch die Kuhscheiße nutzen könnte!? Da die Wurmscheiße feiner ist als die Kuhscheiße kann die Pflanze die Nährstoffe besser aufnehmen.

 

Diese Art Wurmkompost haben wir in Thailand kennengelernt, aber es gibt auch noch andere Arten mit Würmern zu kompostieren, dazu können diese zwei Internetseiten hilfreich sein. Dort gibt es auch direkt Würmer und Zubehör zu kaufen:

Wurmkiste.at und wurmwelten.de